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Ein Weilchen ist ins Land gezogen seit ich zuletzt von Yuma berichtet habe. Viel ist passiert, doch man kann schonmal vorweg nehmen: Für Yuma gab es ein Happy End!

Und nach einem Happy End sah es leider nicht immer aus. Anfangs wurde Yuma lieber alleine gelassen und verkroch sich in seiner Höhle im Hauswirtschaftsraum. Kameraüberwacht blieb er recht schnell auch einige Zeit alleine im Haus, bis er jedoch (womöglich durch ein Geräusch im Garten) derart verängstigt wurde, dass er trotz seiner Gebrechen unsere Waschmaschine erklomm und diese zugleich umstieß. Damit nicht genug, der Wasserzulauf bekam seine Zähne zu spüren und wurde perforiert – grade ausreichend um Hauswirtschaftsraum, Flur und das Wohnzimmer zu fluten.

Im Anschluss daran war nicht mehr daran zu denken ihn alleine zu lassen und es musste grundsätzlich jemand zuhause sein und auf ihne aufpassen. Glücklicherweise war das zu managen. Dennoch wuchsen in uns die Zweifel, ob wir wirklich die richtige Pflegestelle für Yuma sind – ob er nicht vielleicht noch mehr Aufmerksamkeit braucht, und ob er sich nicht vielleicht bei einem anderen Hund wohler fühlt, der ihn dann womöglich noch anleitend im Umgang mit seinen Menschen führt.

Das Ergebnis Yumas Panikattacke.

steht wie ne 1

Daher verstärkten wir die Suche nach seinem „Für immer“-Zuhause nochmals, indem wir vermehrt Flyer aufhingen, noch mehr auf meinen twitter– und instagram-Accounts für ihn warben und meine Freundin viel Zeit investierte Leute auf ebay Kleinanzeigen zu kontaktieren, die nach Hunden suchten.

Im Laufe der Zeit fanden sich einige Interessenten, bei denen es allerdings nie so passte, dass wir Yuma ruhigen Gewissens abgegeben hätten. Mal war bereits ersichtlich, dass sich der vorhandene Hund nicht mit ihm verstehen wird, mal war die Wohnung nicht „Yuma-Gerecht“. Aufgrund seiner Krankengeschichte wollten wir ihn nur in Erdgeschosswohnungen oder Häuser abgeben, in denen er nicht besonders viele Stufen erklimmen muss.

Kurz bevor wir an der Suche zu verzweifeln drohten, fanden wir dann aber ein junges Pärchen im Weserbergland, welches bereits eine ältere, gesetzte Dogge hat und Yuma gerne kennenlernen wollte.

Nach dem Online-Kennenlernen war es dann am 30. April endlich soweit, dass wir Yuma einpacken konnten um ihn im Idealfall auch direkt bei seinen neuen Herrchen zu lassen.
Ein kleines Kötzerchen auf seinem Kissen später konnten wir die beiden Hunde dann einander vorstellen und auch wenn seine neue Mitbewohnerhin ihn zunächst ein wenig stürmisch und voller Überschwang begrüßte und beschnüffelte, herrschte Sympathie auf Hunde- wie auf Menschenseite.

Yumas neues Zuhause

Yumas neues Zuhause.

Nach einem gemeinsamen Spaziergang war dann klar, dass wir uns zum Ende des Treffens schweren Herzens von Yuma trennen müssen. Nach der Unterzeichnung der nötigen Papiere für die Übergabe von Seelen für Seelchen an die neuen Besitzer haben wir uns dann auch nach einem kurzen Abschied wieder auf den Weg gemacht und die Anspannung der letzten Wochen und Tage langsam abfallen lassen.

Nun bleibt uns nichts andere übrig als Yuma einen ruhigen und schönen Lebensabend zu wünschen, den er sich redlich verdient hat und freuen uns immer wieder, wenn wir von ihm hören und Fotos oder Videos aus seiner neuen Heimat bekommen.