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Guess who’s back … it’s me … with Schrott. Der neue heiße Scheiß und die Ganoven von chef select sind auch wieder an Bord.
Ich bin zwar weiterhin bemüht einen vegetarischen Haushalt zu führen, aber angesichts des ganzen Rummels in der Welt, habe ich mich entschieden mal wieder einen Schrotti zuzubereiten. Enjoy!?

Dadurch, dass ich auch keine Mikrowelle haben möchte, geht es schon damit los, dass die Schale der Spaghetti für etwa 25 Minuten in Wasserbad gelegt werden soll.

In der Schale liegen die Spaghetti auf der Soße, darüber befindet sich Luft und ich bin mir nicht sicher, ob die Luft wirklich der billigste Inhalt der Schale ist.

Beim Einlegen des Gefäßes in das heiße Wasser kommt man schon kaum darum sich die Pfoten zu verbrennen. Das macht Bock auf mehr!

Aber auf die Tradition, Leuten die Hände zu ruinieren, ist man bei den Italienern ja schon seit Jesu’ Zeiten stolz.

Chapeau – Hut ab.

Durch die eingeschlossene Luft neigt die Plastikzumutung derweil dazu, immer wieder an die Oberfläche zu treiben und somit auf dem Wasser zu liegen, statt darin.
Physik ist neu, kann man keinem bei chef select einen Vorwurf machen. Keinem.

Mit einem Topfdeckel kann man dann das Ertränken der Schale simulieren – ein Ausweg, den man sich für sich selbst noch herbeisehnen wird. 

Timer auf 25 Minuten, dabei Stoßgebete, dass einem das Schrottplastik nicht den Topf ruiniert.

Nach Ablauf der Uhr steht erneutes Verbrennen auf der Speisekarte, diesmal aber an der Schale selbst. Denn auch wenn das Wasser nicht kochte, das Plastik hat andere Pläne.

Unter Fluchen kippt man die Geschichte dann in einen Teller. Man ist schließlich kein Höhlenmensch. 

Der große Moment ist seit jeher der erste Bissen. Dieser eine Bissen für (oder: durch) den ein Schrottgourmet sterben will.

Man schmeckt eine homöopathische Note Tomaten in der Soße, was mir eigentlich recht gelegen kommt, da ich pauschal kein großer Bolognese-Fan bin.

Die Nudeln sind derweil reinstes Roulette. Variierend zwischen steinhart und Pudding.
Rotweinverschnitt direkt aus dem Karton, die Augen schließen und man sitzt an der Adria. Ein Traum.

Man kennt es, dass man ein Essen besonders damit ehren möchte, indem man eine Serviette zur Hilfe holt (vielleicht gehts auch nur uns Bartträgern so, bitte keine Wertung), bei diesen Spaghetti möchte man auf die Suche nach Toilettenpapier gehen – um sich dann im Kampf um das letzte Paket der Stadt von einem Wahnsinnigen Hamsterer erschlagen (oder ertränken, da bin ich offen) zu lassen. 

Wirklich wieder einmal herausragend abgeliefert, chef select.

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