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Kein Sommer, ohne neues, abgefahrenes Hobby. Nach dem Mofaclub 2020 wird auch 2022 wieder auf Zweirädern verbracht – Rennradedition! 2021 hat nicht stattgefunden.

Das Wichtigste zuerst: Trotzdem hat der Mofaclub auch 2022 weiter bestand, sammelt kräftig Kilometer und Stichwunden der Konkurrenz. Alles easy, keine Sorge!

Ich weiß nicht, welcher Teufel mich ritt, Mitte Juni ebay Kleinanzeigen nach Rennrädern abzugrasen. Relativ schnell hatte ich jedoch ein paar Vintage-Rennrädern in den wildesten Farben zusammen, um diese von Freunden mit Ahnung von Fahrrädern bewerten zu lassen.
Einer von diesen hatte dann jedoch noch nebenstehendes Bianchi-Rennrad im Fuhrpark, von dem er sich eine Rückkehr auf die Straße wünschte. Zum Freundschaftspreis wechselte es dann also den Besitzer.

Natürlich fahre ich nicht Fahrrad ohne jeden erfassbaren Wert dieser wilden, und wirren, Touren statistisch zu erfassen und auszuwerten. Dazu nutze ich Strava. Strava und die Apple Fitness/Health-Geschichte. Das Tracking lief dann bei den ersten Fahrten über eine Apple Watch 6 und ein iPhone 12 Pro Max – aber da vergisst man gerne mal die Aufzeichnung zu starten, die Geräte haben nicht mehr die nötige Akkuleistung oder irgendwas anderes fährt einem in den Karren. 

Daher begann ich dann mich noch nach einem zusätzlichen Fahrradcomputer umzusehen, der ebenfalls GPS-Daten nutzt und dazu noch Daten zu Strava senden kann. Wieviele Daten kann/darf ein Mensch generieren?!

Cycplus M1

Nach langer, intensiver Suche mit etlichen Vergleichen sämtlicher Randdaten und dem Abgleich mit Rezensionen entschied ich mich letztlich für den Cycplus M1 (Ref-Link), welcher passenderweise während der Amazon Prime-Tage um 10EUR günstiger war als regulär.

Just kidding, das war natürlich wieder ein reiner Impulskauf: „Großes Display, kann ja nicht schlecht sein.“

Zunächst einmal die positiven Dinge am Cycplus M1

Der Fahrradcomputer ist über die mitgelieferte Halterung, welche mittels straffer Gummibänder am Lenker fixiert wird, in windeseile einsatzbereit und über die Xoss-App auch schnell an Strava angebunden. Der Akku des Geräts wird via USB-C geladen.

Das GPS findet meist in angemessener Zeit die nötige Satellitenverbindung um die Geschwindigkeit anzuzeigen und die Strecke zu tracken. Nach Abschluss der Fahrt kann man, sollte einen der Handy- oder Uhrenakku verlassen haben, die Tour via Bluetooth hochladen. Die Genauigkeit der GPS-Positionierung ist hierbei vergleichbar mit der des Handysignals. Man muss jedoch vor Fahrtantritt auf die Taste für das Tracking drücken, ansonsten zeigt der Computer nur die aktuelle Geschwindigkeit an, lässt aber Zeit und gefahrene Meter aus. Wahlweise kann man sich auch die Höchstgeschwindigkeit oder den Durchschnitt anzeigen lassen, das lässt sich auch während der Fahrt mit einem einelnen Knopfdruck einfach managen.

Die Möglichkeit allerlei ANT+-Sensoren auswerten und einblenden zu lassen gibt es ebenso. Da meine Uhr jedoch Daten wie die Herzfrequenz aufzeichnet, habe ich keine weiteren Sensoren verbunden.

 

Fährt man Runden, kann man über einen dritten Knopf Rundenzeiten nehmen, die dann getrennt „abgelegt“ und verglichen werden.

Dazu gibt es Komfortfunktionen wie eine automatische, helle  Hintergrundbeleuchtung, IPX6 gegen Regen- oder Spritzwasser oder ein automatisches Abschalten ab einer bestimmten Standzeit ohne GPS-Bewegung.

Negative Punkte

Die Grundkonfiguration ist leider etwas hakelig und die seltsam übersetzte Anleitung keine große Hilfe. Es gibt Youtube-Videos, die einem beim Setup helfen, aber die Uhrzeit habe ich bis jetzt noch nicht richtig eingestellt, weil das System dazu total wirr ist. 

Warum man nicht einfach die Uhrzeit aus dem GPS-Signal nimmt, weiß man wohl nur in China.

Auch stellt man die Parameter (z. B. Kilometer / Meilen oder Celsius / Fahrenheit) über verschachtelte Menüs mit Hilfe der drei Knöpfe am Gerät ein. Das hätte man angenehmer gestalten können, hätte man dies ebenfalls in der App einstellen können. Allerdings sind das alles Einstellungen, die man einmalig vornimmt und dann nie wieder ansieht. Daher ist es zu ertragen. 

Wirklich störend ist lediglich der „Zwang“ zur Datenaufzeichnung den entsprechenden Knopf zu drücken. Ein nachträgliches „aussteigen“ aus einer Aufzeichnung via Knopfdruck wäre nachvollziehbarer gewesen. In der Regel bemerkt man die fehlende Aufzeichnung aber nach ein paar Metern, da der metergenaue DIST-Counter nicht mitläuft.

Abschluss

Und damit haben wir das nächste Hobby, welches nach einem Blogeintrag keine weitere Erwähnung mehr finden wird und sobald ich mich einmal mit dem Rad auf die Fresse gelegt habe, wird es in der Ecke verschwinden, wie viele andere, teure Hobbies zuvor auch. Liebs total.

Ansonsten werden ich von dem wirren Kram sicherlich immer wieder bei Twitter oder Strava berichten – oder eben nicht.

Solltet ihr ebenfalls bei Strava in die Pedale treten, könnt ich auch dem besten Club der Welt beitreten. Dem „AntiRadler – RadlerClub“ unser Motto lautet, dass nur Vollbiere getrunken werden. Over And Out!